Schulgeschichte

Die Astrid-Lindgren-Schule, verankert im Stadtteil Düsternort, birgt eine spannende Geschichte in sich. Unser Schulgebäude steht seit 1931 – und hat in dieser Zeit eine Menge erlebt.

Unsere Geschichte auf einen Blick

ab 1842

Die sumpfige, bewaldete Gegend um Düsternort wird besiedelt.

1929–1930

Wegen der Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg entstehen zahlreiche Siedlungshäuser im heutigen Schulbezirk.

1929–1931

Das Schulgebäude wird als „Schule Düsternort“ gebaut.

16.11.1931

Offizieller Unterrichtsbeginn.

1945–1946

Das Gebäude dient als Lazarett. Der Unterricht findet an zwei Zweigschulen statt.

12.08.1946

Wieder regulärer Unterricht in der „Schule Düsternort“.

ab 1951

Große Wohnblocks entstehen nördlich der Bürgermeister-Koch-Straße – viele Familien ziehen in den Stadtteil.

1964–1975

Das Gebäude beherbergt die Volksschule mit den Klassen 1 bis 9.

1991

Die Schule erhält ihren Namen: Astrid-Lindgren-Schule.

1993

Gründung des Fördervereins.

1999

Unter Schulleiter Herrn Enigk wird das Integrationskonzept „Lernen unter einem Dach“ beschlossen.

2016

Kinder der Klasse 4b entwickeln das neue Schullogo.

2018

Der Delmenhorster Kurier berichtet ganzseitig über die besondere Architektur unseres Schulgebäudes: „Die Bildungsburg“.

2024

Verabschiedung der langjährigen Schulleiterin Frau Coldewey. Seit August 2024 leitet Frau Pallasch die Schule.

Geschichte unseres Schulgebäudes im Stadtteil Düsternort

Der Stadtteil Düsternort soll seinen Namen ursprünglich daher haben, dass durch ein nahegelegenes Wildgehege viel Licht geschluckt und so der Ort „dunkel gemacht“ wurde. Nach zeitgenössischen Quellen war die Gegend sehr morastig und mit Busch überwachsen. Vermutlich war die Gegend also ein Sumpfwald und ein herrschaftliches Jagdgebiet. Erst ab circa 1842 wird die Gegend besiedelt.

Nachdem die Wohnungsnot in Folge des Ersten Weltkriegs auch in Delmenhorst sehr groß war, wurden in den Jahren 1929 bis 1930 zahlreiche Siedlungshäuser in unserem heutigen Schulbezirk erbaut. Somit zogen viele Leute in den Stadtteil Düsternort.

Nach der Befestigung der Düsternortstraße im Jahr 1930 wurde unser Schulgebäude als „Schule Düsternort“ in den Jahren 1929 bis 1931 erbaut. Der offizielle Unterrichtsbeginn war der 16.11.1931. Einen detaillierten Bericht über die besondere Architektur des Schulgebäudes findet sich in einem Zeitungsartikel des Delmenhorster Kurier vom August 2018.

Nachdem die heutige Hermann-Allmers-Schule und die Schule am Grünen Kamp als Zweigschulen fungiert hatten, wurde das Schulgebäude kurz vor Kriegsende zum Lazarett umfunktioniert. Hier wurden von Februar 1945 bis August 1946 Kriegsversehrte versorgt. Kurz vor Kriegsende wurde das Gebäude von zwei Granaten getroffen und beschädigt.

In der „Lazarett-Zeit“ fand der Unterricht für die Kinder des Stadtteils an den beiden Zweigschulen statt. Ab dem 12. August 1946 wurde der Unterricht dann wieder regulär an der „Schule Düsternort“ erteilt.

Ab dem Jahr 1951 wiederholt sich gewissermaßen die Geschichte: Zur Linderung der Wohnungsnot in Folge des Zweiten Weltkriegs wurden große Wohnblocks nördlich der Bürgermeister-Koch-Straße erbaut. Menschen, die vertrieben worden oder geflohen waren, siedelten sich im Stadtteil Düsternort an.

Weitere wichtige Meilensteine

In den Jahren 1964 bis 1975 beherbergte das Gebäude die Volksschule mit den Klassen 1–9. Ab dem Jahr 1991 trägt das Gebäude schließlich den heute wohlbekannten Namen Astrid-Lindgren-Schule. Seit der Gründung des Fördervereins im Jahr 1993 ist dieser ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Arbeit an unserer Schule.

Im Jahr 1999 wird unter dem damaligen Schulleiter Herrn Enigk das Integrationskonzept „Lernen unter einem Dach“ beschlossen. Seit diesem Zeitpunkt wird in der Schule besonderes Augenmerk auf die Individualität der Kinder gelegt.

Als Teil des Stadtteils Düsternort ist die Schule also seit jeher Mittelpunkt einer bunten und kulturell vielfältigen Gegend.

Zum Weiterlesen

Die Informationen stammen aus dem Dokument „Zeittafel zur Geschichte der Schule Düsternort und ihres Schulbezirks“ und wurden von unserer Schulleitung aus vielen handschriftlichen Unterlagen zusammengetragen.